China bekommt einen immer größeren Stellenwert in der Weltwirtschaft. Mittlerweile haben sie sich zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht hinter den USA gemausert. Das spürt auch Deutschland. Unsere Autos und Werkzeugmaschinen waren zuletzt im boomenden China extrem gefragt. Das hat uns trotz eher bescheidener Inlandsnachfrage einen kleinen Wirtschaftsboom beschert. Aber auch sehr viele andere Länder profitieren von der Nachfrage aus China, insbesondere auch die Rohstofflieferanten.
Für Ökonomen ist China ein Rätsel. Wie kann eine mit planwirtschaftlichen Methoden geführte Marktwirtschaft über 30 Jahre hinweg so hohe Wachstumsraten liefern ohne auch nur durch eine einzige nennenswerte Rezession zu gehen? Sind die Regisseure der kommunistischen Partei solche Genies, dass sie es schaffen, die Vorteile des kapitalistischen Systems zu nutzen ohne dessen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen? Immer wieder wurden China Krisen vorhergesagt, nie sind sie gekommen. Noch ist die Wirtschaftsleistung der Chinesen pro Kopf der Bevölkerung bei weniger als 20% des westlichen Durchschnitts. Stehen China also noch weitere 30 Jahre mit 10% durchschnittlichem Wachstum bevor, bis es uns auch in dieser Hinsicht eingeholt hat?